Wanderbericht: Raintal-Rundweg, Me5

Raintal-Rundweg bei Meßkirch, Me5 und Campus Galli

Start mit Hindernissen und ohne Kamera

Wir starteten gegen 7.00 daheim und fuhren ca. eine ¾ Std. zum angegebenen Parkplatz in Langenhart. Besagter Parkplatz gehörte aber leider zu einem Hotel und war somit für uns nicht zu gebrauchen. Unsere App „Outdooractive“ zeigte uns einen weiteren Parkplatz an. Wie sich herausstellte, einen Parkplatz beim Feuerwehrhaus etwas weiter unten im Ort. Wir stellten unser Auto dort ab, schnappten unseren Rucksack und Wanderstöcke und los ging es!

Der Weg, markiert durch einen dicken Runden orangefarbenen Kreis war immer sehr gut ausgeschildert. Man konnte sich gar nicht verlaufen! Anfangs ging es über eine Asphaltstraße, entlang von Weizenfeldern. Ca.1 Kilometer. Dann aber kam der Weg in den Wald.

Die breiten und gut gepflegten Waldwege machten die 5-6km sehr angenehm zum laufen. Die Wege waren wohl frisch mit Mineralkies aufgefüllt. Ebenso war nirgends Müll zu entdecken.

Der Wald selber war Nadelwald, mit Farnen, hin und wieder sah man kleine Buchen, moosbewachsene Böden,Totholz und Äste mit Moos. Irgendwann kamen wir an einer großen Felswand vorbei mit darunter aufgestellten Bänken und Feuerstelle zum grillen Von da an, entdeckte man immer wieder Felsen und Gestein Am Wegesrand oder versteckt im Wald. . Steigungen gab es keine, nur eine ganz sanfte Absteige die man aber kaum wahrnimmt.

Das Wetter spielte gut mit: angenehme 20/21° Celsius und bedeckter Himmel aber trocken von oben. Zuvor hatte es in der Nacht geregnet, man sah noch nasse Blätter und tolle Tropfen an den Ästen. Der Boden war feucht, aber nicht rutschig.

Vom Insektensterben merkten wir nichts, denn wir mussten uns gehörig gegen Bremsen und Mücken zur Wehr setzen! Eine Bremse hat mich natürlich erwischt, am ungeschützten Mittelfinger. Da ich aus leidvoller Erfahrung weiß wie empfindlich ich darauf reagiere hatte ich mir letztes Jahr einen elektrischen Stichheiler gekauft, der mit Hitze dem frischen Insektenstich zu Leibe rückt. Er hat mir auch dieses Mal gute Dienste geleistet! Der Finger wurde zwar geschwind dick, aber ich denke, ich habe das Schlimmste verhindert.

Man achte auf den Mittelfinger…

Aus Fehlern lernt man

Ich habe ja nun an sämtliches Erste Hilfe-Zeugs gedacht: Pflaster, Schere, Verband, Zeckenzange, Blasenpflaster… Nur nicht an Traubenzucker oder nen Apfel, denn mein Mann klagte nach der Hälfte der Strecke über Hunger und Zittrigkeit! Manche doofen Erfahrungen muss man wohl machen, auch wenn man 100 Blogs übers Wandern liest und überall steht: Mach dir ne verdammte Liste!

Die Kreuzung mit dem Premiumwanderweg „Bettelküche“ bestand darin, dass wir entweder rechts abbiegen konnten oder links normal „unseren“ Rundweg gehen konnten. Aber da mein Mann zu der Zeit schon seinen Hunger kundgetan hatte machten wir keine Wegexperimente sondern gingen schnurtracks dem orangen Kreis nach. Somit verpassten wir dann sicher auch den Aussichtspunkt zur Burg Falkenstein. Der Rundwanderweg.. tja war ein simpler Rundwanderweg mit guter Beschilderung schnuckeliger Waldpassage aber eben auch keine fetten Highlight bis vllt. auf die gewaltige Felswand und eine gemütliche größerer Grillhütte.

Der letzte Kilometer Richtung Langenhart gingen dann wieder über Asphalt, diesmal am Maisfeld vorbei.

Mittagessen wie im Mittelalter „Campus Galli“ Karolingische Klosterstadt Meßkirch

Mit dem Auto ging es dann zum Mittagessen.

Gegessen haben wir im „Campus galli“ bei Meßkirch. Das Campus galli ist eine Nachbau einer Klosterstadt, wie sie im 9Jh im Meßkirch existierte. Alles dort wurde und wird wie vor 1200 Jahren hergestellt und gebaut, auch ähnlich gekocht. Für mich gab es Linseneintopf mit Alblinsen, ner Kräuterwurst und selbst gebackenen Brötchen und naturtrüber Apfelschorle. Mein Mann gönnte sich ein Bier, Kräuterwurst im Brötchen und im Anschluss noch ein großes Dinnede mit Käse. Bevor uns die Müdigkeit völlig überrannte schlenderten wir übers Gelände denn der Eintritt will genutzt sein. Das Projekt läuft seit gut 10 Jahren als Verein und wird am Wochenende von Ehrenamtlichen Handwerkern bebaut. Auf dem Parkplatz zählte ich bei unserer Ankunft 4-5 Reisebusse.

Das Wetter war mittlerweile aufgeklart und die Sonne schien. Es wurde warm! Wir gingen zur Holzkirche, die gerade verputzt und gestrichen wurde, blieben beim Drechsler stehen, begutachteten die Holzarbeiter die in Mühseliger Kleinarbeit aus Runden Stämmen eckige Balken schlugen, schauten beim Seiler vorbei und besuchten Ziegen,Schafe und Schweine. Ebenso den Schindelmacher. Auf dem Rückweg überquerten wir den „Acker“ mit Kräuetrgarte und gingen zurück zum Auto. Wir hatten nicht alles gesehen aber da ich nun auch durch das essen und das Schlendern völlig platt war wollten wir heim. Aber der Campus läuft uns nicht davon und beim nächsten Besuch ist sicher wieder etwas geschaffen was zuvor noch in Arbeit war!

Auf dem Weg zum Parkplatz sah ich aber schon die gewaltigen dunklen Wolken, die sich kurzer Hand über uns auf der Heimfahrt entleerten.

Zusammenfassung:

Positives: sehr gut ausgeschildert, gepflegte breite Wege durch den Wald, wenig Anstieg bzw Abstieg. Ob der Weg zu anderen Tageszeiten mehr frequentiert ist weiß ich nicht. Wir haben zwischen 8.00 uhr und 10.30 uhr keine Menschenseele getroffen. Für Anfänger geeignet? Ja!

Negativ: wenn man sich am Asphalt stört, dann sind die beiden kurzen Strecken entlang der Äcker nicht so toll. Die Parkplatzsuche war etwas „schwierig“. Die App „Outdooractive“ unterscheidet da scheinbar nicht ob Privatgrund oder nicht, schade.

Vielen Dank für´s rein schauen und ich hoffe ich konnte einen Eindruck vermitteln. Wenn ihr mal in der Nähe seid und ihr euch für mittelalterliches Handwerk etc interessiert unbedingt vorbei schauen!

Den Weg Me5, fanden wir übrigens über das Internet „Wanderkompass“

Nilarii

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