Wanderbericht #02, August

Wanderbericht #02, August- Hayingen durchs Glastal zur Wimsener Höhle (360hM)

Letztes Wochenende war es wieder soweit: Wanderzeit!

Diesmal ging es vom Luftkurort Hayingen ca. 6km zur Wimsener Höhle und auch wieder zurück.

Aber starten wir von vorn:

Anders als man denkt

Dieses mal starteten wir nicht in aller Herrgottsfrühe, sondern ganz gemütlich so gegen 10.00 Uhr. Nach ca.23 min erreicht man Hayingen. Einen Luftkurort mitten im „Biosphären Gebiet Schwäbische Alb“

Laut unserem Büchlein, worin ich diese Tour entdeckt hatte, sollten wir in der Nähe einer Bushaltestelle starten. Wir kamen aus Richtung Pfronstetten, also das südliche Ende des Ortes und fanden schnell den Parkplatz „Leihen“ an dem auch im Winter die Loipe startet.

(c) A.Niggl

Wir stellten unser Auto also dort ab und orientierten uns nach der Ausschilderung und unserer Outdoor Active-App.

Der Weg führte uns entlang der Straße die wir gekommen waren. Rechts die Straße links Wacholder und anderer Beerensträucher, dahinter Wiesen,Felder, und Obstbäume. Der Weg war breit genug, dass man aneinander vorbei laufen konnte, wenn jemand entgegen kam. Irgendwann bog man dann nach links ein und ließ die Straße hinter sich und steuerte auf den Wald zu.

Die Ausschilderung war noch in Ordnung.

Es passierte uns aber tatsächlich, dass wir eine kurze Strecke „falsch“ liefen, weil das Schild ganz schlecht zu sehen war und auch der Weg recht zugewachsen war.

Allgemein ist die Beschilderung etwas dürftig nachdem man vom Straßenpfad weg ist.

Ich war ja stets der Meinung wir müssten am „Hayinger Brückle“, eigentlich DER Startpunkt nach Wimsen, vorbei kommen, aber wir sich herausstellte, waren wir generell etwas anders gelaufen wie es der Guide vorsah.

Wir liefen also durch den Wald, es war übrigens ein Buchenwald, und plötzlich ging es bergab. Es hatte in den Tagen zuvor geregnet und der Untergrund war feucht. Das „Problem“ war einfach, der Weg war ausgewaschen und mit vielen losen Steinen bestückt und demnach teils recht rutschig! Festes Schuhwerk ist ein Muss, wenn man da heil herunter möchte. Ich mit meinen ausgelatschten Halbschuhe, ja das war etwas grenzwertig!

Ich war so auf den Boden fixiert, dass ich kaum Gelegenheit hatte mich um zu schauen.

Unten angekommen kam von links ein breiter Kiesweg, mit der Ausschilderung „Hayingen 3km“ nach rechts ging es weiter zur Höhle. „Aha!“ dachten wir. also eigentlich wären wir den breiten gemütlichen Weg gekommen, da die Tour als „Leicht“ gekennzeichnet war. So hatten wir abenteuerlich abgekürzt 😉 Auf dem Rückweg aber wollten wir diesen breiten Weg gehen.

Heißbegehrtes Ziel

Der Weg den nun folgte war ein breiter mit Kies befüllter Wanderweg. Rechts Wald links Felder. Wir merken schnell, dass wir uns Wimsen nährten denn der Strom an Mitwanderern und Radfahrern nahm stetig zu!

Bevor man zum Parkplatz Wimsen kommt kreuzt man Schloss Ehrenfels, welches man für Events mieten kann. Das Schloss ist im Besitz von Roland Freiherr von Saint-André.

Unmittelbar vor dem Parkplatz zur Höhle läuft ein Fluss, der einen den restlichen Weg begleitet.

Wir hatten diesmal sogar Proviant mit, den wir aber gar nicht brauchten.

Aus der Weite sahen wir dann schon leuchtendes Metall. Der Parkplatz war gerammelt voll am Sonnatg. E-Bikes noch und nöcher rollten an uns vorbei. Mit der Ruhe war schlagartig vorbei!

Wir hatten geplant im Gasthaus Rose zu essen, aber keine Chance an einem Sonntag in der Ferienzeit.

Jeder Schattenplatz war belegt und die Kellner*innen hechteten durch die Reihen. Wir entschlossen uns für Kaffee und Kuchen, denn auf der Wiese gegenüber des Gasthofes war ein Kuchenhäuschen aufgebaut an dem es selbst gebackenen Kuchen mit Bioobst aus der Region, Kaffee und Bier und Radler gab. Natürlich Zwiefalter Radler, naturtrüb, denn es ist echter Zitronensaft drin. Zwiefalten ist nur einen Katzensprung entfernt und hat seit 1725 eine Klosterbrauerei, mit einem sehr beliebten Regional Bier.

Wir standen also in der Sonne bei einem abgedeckten Brunnen, der als breiter Tisch diente und aßen unseren Kuchen, tranken Kaffe bzw. mein Mann trank sein Bier und Radler. Nachdem wir uns gestärkt hatten gingen wir noch zum Kiosk rüber und kauften noch zwei Stocknadeln für unsere Wanderstöcke

Die Schlange für die Bootszufahrt in die Höhle war nicht zu verachten., denn die Wimesner Höhle ist nur mit dem Boot zu befahren. Sie bietet Fledermäusen Schutz und Heimat und Im Winter wird dort auch der Christstollen gelagert und „gereift“. Von Wimsen aus, kommt man gut in sämtlichen Himmelsrichtungen durchs Lautertal, durchs Glastal, nach Zwiefalten, mit seinem Kloster und seinen tollen aber überlaufenen Weihnachtsmarkt. Für das leibliche Wohl sorgt Familie Tress, die den Gasthofe Rose ihr Eigen nennen, und dort Bio-und Regionalprodukte in ihren Gerichten verwenden. Auch das Catering auf Schloss Ehrenfels,wenn man dort Events hat übernehmen sie.

Nach dem Kauf der Stocknadeln machten wir uns gleich auf den Rückweg, in der Höhle waren wir nicht, denn wir kennen sie ja schon.

Die Bank im Schatten die wir zuvor gesehen hatten war nun frei und so setzten wir uns dort in Ruhe hin und genossen die Ruhe und gönnten unseren Füßen etwas Pause.

Hinterher ist man immer klüger

Irgendwann gingen wir weiter. Uhren hatten wir keine dabei maximal das Handy aber Zeit war uns unwichtig. Wie geplant gingen wir diesmal den breiten Kiesweg weiter, der führte aber lange durch die Sonne vorbei an Feldern und Weidegebiet. Auch ein Maisfeld haben wir später gesehen.

Als wir den Berg wieder rauf gelaufen waren, wie gesagt gute 360HM, entdeckten wir das Hayigner Industriegebiet aufblitzen in der Sonne.

Wie sich später herausstellte liefen wir nun von Norde her in den Ort und mussten durch das Örtchen durch. Im Guide war nun genau diese Route beschrieben, die wir auf dem Rückweg genommen hatten.

Im Nachhinein betrachtet war mir unsere Hin-Tour aber lieber, abwechslungsreicher und kühler als stumpf dem breiten Kiesweg zu folgen.

Um 15.20 waren wir wir wieder daheim.

Meine Olympus Kamera hatte ich diesmal eingepackt jedoch passt das mit dem Stock nicht, und ich ging ohne Stock. Ich hab überlebt, und habe wieder schicke Bilder mitgebracht:

Ein Besuch lohnt sich definitiv, wenn man in der Gegend ist! Ist man schlecht zu Fuß, kann man auch mit dem Auto bis zur Höhle auf den Parkplatz aber ich rate jedem, der laufen oder Radeln kann sich diese schönen Wege zugönnen. Vom Hayinger Brückle aus ist es der kürzeste Weg aber auch wunderschön durch den Wald. Wer wenig geübt ist sollte unseren Rückweg nehmen, durch Hayingen durch und dem breiten Kiesweg folgen. Wer es lieber waldig mag kann so laufen wie wir aber dann unbedingt feste schuhe einpacken und hoffen, dass es nicht regnet ;). Und nicht an einem Sonntag, denn da isses voll 😛

Nilarii

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